K3 Film Festival 2019

Gespräche über Film // talks on film

Donnerstag, 17.September 2015

16:00 Uhr
im // at: Lounge Parkcafé

Patricia Rommel und Christian Keller
(for English version please see below)

CHRISTIAN KELLER

Der damals 18 jährige in der Schweiz lebende Österreicher Christian Keller stieß 2005 auf einen Artikel in der New York Times, der anlässlich der Haftentlassung des mexikanischen Superstars Gloria Trevi detailliert die dramatische Geschichte ihrer Karriere schilderte. Keller hatte noch nie von der umstrittenen Sängerin gehört, ihrem spektakulären Aufstieg und tiefen Fall. Aber ihm war klar, dass er hier alle Elemente eines großen Spielfilmes vor sich hatte. "Ich war jung und sehr naiv“, sagt Keller. "Es war eine so unglaubliche Geschichte, und ich dachte, es würde maximal ein Jahr brauchen um diesen Film zu machen, vielleicht zwei.“ Von dem Moment an, wo er begann sich um die Rechte der Geschichte und der Songs zu kümmern, bis hin zur Zusammenstellung eines gleichgesinnten Teams, vergingen beinahe zehn Jahre. Keller hatte weder eine Ausbildung noch Erfahrung als Filmemacher, nur den brennenden Wunsch Regie zu führen. Ohne jegliche Referenz begann er mit seiner Arbeit an GLORIA. Fast 10 Jahre später und mit einer Produktionsgeschichte, die sich liest wie ein Roman, startete GLORIA unter "Universal Pictures International" am 01. Jänner 2015 in über 1.000 Kinos in ganz Mexiko.

// Christian Keller, as an 18 year old Austrian living in Switzerland, read an article in the New York Times in 2005 that detailed the dramatic career of the Mexican superstar Gloria Trevi and her release from prison. Keller had never before heard of the controversial singer, her spectacular rise and catastrophic fall. But it was clear to him that the story contained all of the elements necessary for a fantastic film. "I was young and very naive," Keller reports, "It was such an incredible story, and I thought it would take a year or two at most to make the film." From that moment on, he began to pursue the music and story rights and to put together a team of like-minded enthusiasts, which ended up taking almost 10 years. Keller had neither training nor experience as a film maker, only the burning desire to direct. Without any preconceived notions, he began his work on GLORIA. Almost 10 years later and with a production story akin to a novel, GLORIA debuted under Universal Pictures International on the 1st of January 2015 in over 1,000 theaters throughout Mexico.

 

PATRICIA ROMMEL

Ihren Durchbruch hatte die1956 in Paris geborene Patricia Rommel als Filmeditorin mit „Jenseits der Stille“ (1996). In weiterer Zusammenarbeit mit Caroline Link entstanden „Pünktchen und Anton" (1998), der Oscar-Erfolg „Nirgendwo in Afrika“ (2001), „Im Winter ein Jahr“ (2008), für den sie mit dem Bundesfilmpreis normiert wurde und „Exit Marrakech“ (2013). Ihre Arbeit im Filmgeschäft hatte sie 1977 mit diversen Werbe- und Synchronproduktionen begonnen. 1981 schnitt sie ihren ersten Spielfilm. Rommel hatte viele Jahren Lehraufträge u.a. an der HFF München und an der IFS Köln inne. Für Wolfgang Beckers „Das Leben ist eine Baustelle" (1997) wurde sie für den Deutschen Kamerapreis im Bereich Schnitt nominiert. Schliesslich erhielt sie diese Auszeichnung für „Kammerflimmern“ (2004) und wurde hierfür auch mit dem deutschen Schnittpreis und dem Preis der deutschen Filmkritik gewürdigt. Weitere Arbeiten waren Nina Grosse's „Feuerreiter“ (1997), Franziska Buch's „Emil und die Detektive" (2001), Romuald Karmakar's „Die Nacht singt ihre Lieder“ (2003), und Christian Ditter's Komödie „Französisch für Anfänger" (2006). Rommel zeichnet sich auch verantwortlich für den Schnitt des zweiten deutschen Oscar-Erfolgs, Florian Henckel von Donnersmarck’s „Das Leben Der Anderen“ (2005), der ihr eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis und den Preis der Deutschen Filmkritik einbrachte. Seither arbeitete sie an internationalen Produktionen wie „The Last Station“ (Ein russischer Sommer, 2009), „Jane’s Journey“ (2010), _„The Tourist“ (2010), „In the Land of Blood and Honey“ (2011), „Eyes of a Thief“ (2013), „Umrika“ (2014), „Gloria“ (2014). Gerade hat sie „By the Sea“ fertiggestellt, ihre zweite Zusammenarbeit mit Angelina Jolie, für dessen Bildgestaltung sich übrigens der österreichische Kameramann Christian Berger verantwortlich zeichnet.

// Patricia Rommel, born in Paris, lives in Los Angeles and Berlin and has worked as a film editor since 1981. In 2005, she was awarded the Deutsche Kamerapreis in the 'Film Editing' category for "Kammerflimmern" and the Prize of German Film Critics in the category 'Best Cut'. One year later she won the German Film Critics' prize in the category 'Best Cut' for the film "The Lives of Others". A nomination for the German Film Prize in 2009 resulted in her work on "A Year Ago in Winter". Patricia Rommel has worked regularly with Angelina Jolie since 2011. She most recently participated in Jolie's new film "By the Sea", the artistic direction of which was lead by the Austrian cameraman Christian Berger.

 

Freitag, 18.September 2015

15:00 Uhr
im // at: Lounge Parkcafé

Barbara Wally und Monika Muskala
(for English version please see below)

MONIKA MUSKALA

Monika Muskała, geb. 1966 in Polen, Kłodzko. lebt seit 1993 in Österreich. Sie arbeitet für polnische Verlage und Bühnen und übersetzt deutschsprachige Theaterautoren, unter anderem Thomas Bernhard, Werner Schwab, Heiner Müller, Ödön von Horvath und Frank Wedekind. Ihre Essays und Interviews erschienen in polnischen Theater- und Literaturzeitschriften. Ende der 1990er Jahre arbeitete sie als Auslandskorrespondentin für die polnische Tageszeitung Gazeta Wyborcza und für die polnische Sektion der BBC. Mit ihrer Schwester, der polnischen Schauspielerin Gabriela Muskała, schreibt sie Theaterstücke unter dem Pseudonym Amanita Muskaria. Ihr erstes Stück "Die Reise nach Buenos Aires. Work in Regress" wurde international ausgezeichnet. Ihr zweites Stück, Daily Soup, hatte 2007 Premiere im Nationaltheater Warschau. Bei einer Live-Übertragung im polnischen Fernsehen im Jahr 2012 hatte das Stück 1 Million Zuseher. Das Duo unterrichtet Improvisation an der Filmhochschule Lodz. Als Autorin beteiligte sich Monika Muskała an zwei Buchprojekten des österreichischen Fotografen und Filmemachers Andreas Horvath: Jakutien – Sibirien von Sibirien und Heartlands – Sketches of Rural America. Zu gemeinsamen Projekten zählen auch die Dokumentarfilme „The Passion According to the Polish Community of Pruchnik“ und „Views of a Retired Night Porter“, der beim Karlovy Vary Film Festival 2006 den ersten Preis gewann. Ihr gemeinsamer Dokumentarfilm Arab Attraction wurde 2010 beim International Documentary Film Festival Amsterdam uraufgeführt.

// Monika Muskala, born 1966 in Kłodzko, Poland, has lived in Austria since 1993. She works for Polish publishers and stages, and translates German playwrights, including Thomas Bernhard, Werner Schwab, Heiner Müller, Ödön von Horvath and Frank Wedekind. Her essays and interviews appear in Polish theater and literary journals. At the end of the 1990s, she worked as a foreign correspondent for the Polish newspaper Gazeta Wyborcza and the Polish division of the BBC. Together with her sister, the Polish actress Gabriela Muskała, she wrote a theater play under the pseudonym Amanita Muskaria. Her first play "The Trip to Buenos Aires. Work in Regress" received international acclaim. Her second piece "Daily Soup" premiered in 2007 at the Warsaw National Theater. A live transmission in Polish television in 2012 enjoyed an audience of 1 million viewers. The duo instructs improvisation at the Lodz Film Academy. As an author, Monika Muskała has participated in two book projects lead by the Austrian photographer and cinematographer Andreas Horvath: "Jakutien - Siberians from Siberia" and "Heartlands - Sketches of Rural America". Other cooperative projects include the documentary film "The passion According to the Polish Community of Pruchnik" and "Views of a Retired Night Porter" which won first prize the Karlovy Vary Film Festival 2006. Their documentary "Arab Attraction" debuted at the Amsterdam International Documentary Film Festival in 2010.

 

BARBARA WALLY

Barbara Wally, geb. am 20. Oktober 1947 in Salzburg, ist eine österreichische Kunsthistorikerin und Kulturvermittlerin. Sie studierte in Paris, Florenz und Salzburg. Von 1974 bis 1978 war sie Lektorin an den Universitäten Linz und Salzburg. 1976 promovierte sie an der Universität Salzburg. Von 1978 bis 1981 war sie Kuratorin und stellvertretende Direktorin der Kunsthalle Nürnberg. 1981 wurde sie geschäftsführende Leiterin der Internationalen Sommerakademie für bildende Kunst Salzburg. Von 2000 bis 2008 war sie deren Direktorin. Sie prägte die internationale Vorrangstellung dieser Institution durch die Berufung anerkannter Künstler, die Öffnung für nicht-westliche Kunsttendenzen und Künstler, ein hochkarätiges kunsttheoretisches Begleitprogramm und die Vernetzung mit Partnerinstitutionen in Shanghai, Irkutsk, Rom, Fayoum/Ägypten, Adjman und Chicago. Barbara Wally lebt seit 2008 vorwiegend in Sanaa, Jemen. Dort betreibt sie die Gründung einer Medienakademie für Frauen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Künstlerinnen im 20. Jahrhundert, Kunst der Zwischenkriegszeit, Feministische Kunst, Medienkunst, aktuelle Kunst, Kunst und Öffentlichkeit, Künstlerinnenlaufbahnen, künstlerische Lehre, Kunst und Religion, die Geschichte der Sommerakademie, sowie zeitgenössische Architektur und die Architektur des Jemen. Zu diesen Themen hielt sie Vorträge an Universitäten und Kunsthochschulen in Österreich, Deutschland, Dänemark, Italien, Tschechien, Rumänien, Russland, China, USA, VAR. Sie gab mehrere Kataloge und Bücher heraus und publizierte über 200 Essays in Büchern, Katalogen und Fachzeitschriften und ist Mitglied in Jurien und Gremien zeitgenössischer Kunst und Architektur und deren Lehre.

// Barbara Wally, born October 20th 1947 in Salzburg, is an Austrian art historian and cultural facilitator. She studied in Paris, Florence and Salzburg. From 1974 to 1978, she was a lector at the Universities of Linz and Salzburg. In 1976 she earned her doctorate at the University of Salzburg. From 1978 to 1981 she was the Curator and Assistant Director of the Kunsthalle Nürnberg. In 1981 she was the business director of the International Summer Academy for Fine Arts Salzburg and from 2000 to 2008 she was the program director. She significantly influenced the international eminence of this institution by attracting acclaimed artists, promoting the acceptance of non-western artists and art movements, by establishing a respected art-theory program and by networking with partner institutions in Shanghai, Irkutsk, Rome, Faiyum/Egypt, Ajman and Chicago. Barbara Wally has lived mostly in Sana'a, Yemen, since 2008. There she is establishing a media academy for women. Her research interests include female artists of the 20th century, art of the interwar period, feminist art, media studies, contemporary art, public art works, artist career development, art instruction, art and religion, the history of the Summer Academy as well as contemporary architecture and the architecture of Yemen. She has presented numerous lectures on these topics at universities and art academies throughout Austria, Germany, Denmark, Italy, the Czech Republich, Romania, Russia, China, the USA and VAR. She has released numerous catalogues and books and published over 200 essays in anthologies, catalogues and professional journals. She is also a member of juries and committees which evaluate contemporary art, architecture and the instruction thereof.

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